Medizinethnologie

Call for Papers: Social Anthropology of ‚Well-Being‘ – Prekäres Leben: Krieg, Flucht, Migration

5.-6. Mai 2017, Institut für Ethnologie, Westfälische Wilhelms-Universität Münster

Organisation: Helene Basu, Natalie Gies-Powroznik, Claudia Lang, Dominik Mattes und Annika Strauss

Wir möchten Sie herzlich zum nächsten thematischen Workshop der AG Medical Anthropology nach Münster einladen. Wie in den vergangenen Jahren soll der Workshop zunächst AG-Mitgliedern die Gelegenheit bieten, ihre laufenden Forschungsprojekte aus allen Bereichen der Medizinethnologie vorzustellen.

Der thematische Schwerpunkt der Veranstaltung wird dann aber auf dem Thema ‚Well-Being‘ unter Bedingungen des Krieges bzw. der Gewalt, Flucht und Migration liegen. Die Beiträge können beispielsweise die Kategorisierung und Behandlung psychischen, körperlichen, sozialen, und emotionalen Leidens thematisieren; strukturelle Rahmenbedingungen der Gesundheitsversorgung oder (möglicherweise konfliktive) ontologische Annahmen in Bezug auf Krankheitsbilder und Heilungsformen hinterfragen; oder spezifische gesundheitsrelevante Institutionen und Politiken sowie deren Konsequenzen für das ‚Well-Being’ betroffener Menschen in den Blick nehmen.

Die ethnologische Auseinandersetzung mit prekärem Leben im Kontext von Flucht und Migration nach Europa soll des Weiteren in Konversation mit in der Flüchtlingshilfe praktisch engagierten Berufstätigen und Freiwilligen erfolgen. Wir möchten daher nicht nur akademisch verortete Sozial- und Kulturanthropolog_innen zu dem Workshop einladen, sondern insbesondere auch Sozialarbeiter_innen, Psychiater_innen, Therapeut_innen und Vertreter_innen anderer Professionen, die im Flüchtlings- und Migrationsbereich tätig sind. Der intensive Austausch zwischen den Vortragenden aus diesen unterschiedlichen Berufsgruppen und gemeinsame Überlegungen zur Praxisrelevanz medizinethnologischer Forschungs- und Denkansätze sind das zentrale Anliegen des Treffens.

Vorträge können gerne in der Form ‚klassischer’, themenorientierter ‚Konferenzpapers‘ gehalten werden. Berichte über das Engagement verschiedener Institute für Sozial- und Kulturanthropologie bzw. Ethnologie im Kontext von Flucht und Migration sind aber ebenso erwünscht. Schließlich freuen wir uns auch über Beiträge, die in selbstreflexiver Weise ethische Dilemmata, praktische Schwierigkeiten oder emotionale Herausforderungen in Forschungs-, Behandlungs- und Beratungssituationen fokussieren.

Wir schlagen vor, Papers in Tandems von Co-Teilnehmer_innen zu präsentieren. Schriftliche Versionen der Beiträge sollen außerdem vor dem Treffen zirkuliert werden, um die Vorbereitung von Kommentaren und einen möglichst tiefgehenden Austausch der Teilnehmer_innen über Fachgrenzen und Berufsgruppen hinweg zu ermöglichen. Deutsche und englische Workshop-Beiträge sind gleichermaßen willkommen.

Vorläufiges Programm

Freitag, 5. Mai 2017: 14.00-18.30 Uhr
Anreise bis 14.00 Uhr
14.00-18.30 Uhr: Programm Teil (Vorstellung laufender Forschungsprojekte)
Anschließend gemeinsames Abendessen

Samstag 6. Mai 2017: 9.30-18.00 Uhr
9.00-16.00 Uhr: Programm Teil II (Prekäres Leben: Krieg, Flucht, Migration)
16.00-18.00 Uhr: Mitgliederversammlung der AG Medical Anthropology

Zeitrahmen

Bitte schicken Sie Ihr Abstract (maximal 250 Wörter) bis zum 15. Februar 2017 an Johannes Zwilling (j_zwil01@uni-muenster.de).
Anmeldung zum Workshop bis zum 31. März 2017.
Vortragende und Teilnehmer_innen des Workshops müssen nicht Mitglied in der AG Medical Anthropology sein.

Finanzielle Unterstützung

Je nach Anzahl der eingehenden Abstracts möchten wir eingeladenen Vortragenden (nur AG-Mitglieder) ohne eigene Finanzierungsmöglichkeiten bei Bedarf einen Reisekostenzuschuss zukommen lassen.

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